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Altholzinseln

Altholzinseln sind ökologisch wertvolle Waldbestände mit älteren Bäumen, welche als Trittsteine die Waldreservate und Auenschutzgebiete vernetzen und ergänzen sollen. Es sind kleinere Waldflächen von einer bis mehreren Hektaren Grösse, die im bewirtschafteten Wald liegen und für 25 oder 50 Jahre ungenutzt bleiben. Sie werden mit Vereinbarungen zwischen dem Forstamt und dem Waldeigentümer gesichert. Der Waldeigentümer erhält für den Nutzungsverzicht eine Abgeltung.

Die Bäume in Altholzinseln werden zur Erhaltung und Förderung bestimmter Tier- und Pflanzenarten möglichst bis zum Absterben und Zerfall stehen gelassen. Dadurch wird die Bildung von ökologisch sehr bedeutsamem Alt- und Totholz gefördert und die Strukturvielfalt im Wald erhöht. Gemäss Forschungsresultaten sind ca. 25'000 der im Wald lebenden Tierarten direkt von totem Holz abhängig. Totholz und Altholzflächen sind somit wesentliche Strukturelemente, um die Biodiversität im Wald zu erhalten und zu verbessern. Diverse Quellen aus der Fachliteratur erachten Totholzmengen von 20 bis 50 m3/ha als notwendig, um die Vielfalt der totholzbewohnenden Arten zu erhalten. Aufgrund des Mangels an Totholz in den intensiv genutzten Wäldern im Thurgau und auch im übrigen Mittelland sind Altholzinseln sehr wichtig und wertvoll.

Merkblatt zum Thema Altholzinseln unter Publikationen -> Richtlinien, Merkblätter und Formulare